Vom Arachnarok zum Höllendrachen Part 2

Veröffentlicht: November 22, 2013 von father nurgle in Conversion
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Die Rotoren, die den Höllendrachen zum Fliegen bringen, sollten turbinenähnlich sein. Bei dem Ideengeber konnte man schon in etwa erkennen, woraus die bestehen könnten.

Also ging es auf zum Baumarkt und es wurden zwei solcher 50er „Doppelschiebemuffen“ gekauft.

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Von diesen Muffen brauchen wir die Wülste, wo die Dichtungen drin sitzen, zwei für jedes Modell. Also werden zunächst die Dichtungen entfernt und dann diese Wülste mit der Säge abgetrennt. Dann werden die entstandenen Ringe erst einmal gründlich mit Silikon-Entferner behandelt, da man sonst überaupt nichts damit machen kann.

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Die Sägefläche wird mit Feile und Dremel geglättet und da das bei mir nur fast ganz gelungen ist, habe ich anschließend mit Mr. White Putty gespachtelt. Warum auch immer, dieser Spachtel halt tatsächlich auf dem Material.

Anschließend sind die Rotorblätter an der Reihe. Auf 0,5mm Plastik-Sheet werden zwei Kreise mit dem Innendurchmesser der Ringe gezeichnet (bei mir 58mm) und mit dem gleichen Mittelpunkt je zwei Kreise mit dem Außendurchmesser des Kernes (bei mir 15mm). *Vielleicht sollte man dafür einen besseren Zirkel benutzen als der, den ich hatte.* Dann habe ich die Kreise noch mit Zirkel und Lineal gesechstelt und zu guter Letzt alles ausgeschnitten.

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Jetzt müssen die Rotorblätter einzeln schräg gestellt mit Sekundenkleber in die Ringe geheftet werden. Wie ich schon bei der Bastion für den Seuchenprinz ausgeführt habe, läßt sich das Material dieser Abflussrohre überhaupt nicht kleben. Das ist aber hier nicht schlimm, denn wenn erst einmal das Mittelstück eingesetzt ist, halten die Bätter daran und können einfach nicht mehr weg. Nur bis dahin ist es etwas fummelig und ich habe etliche Rotorblätter zwei oder drei mal angesetzt.

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Hier schon einmal ein Bild wie es fertig aussieht. Das Mittelteil habe ich vom Kern einer Kassenrolle (Additionsmaschinenrolle, Notizzettelrolle, Außendurchmesser bei mir 15mm, siehe oben) auf die passende Höhe zugeschnitten. Da hinein habe ich noch den Zuschnitt von einem alten Kugelschreiber geklebt.

Der zweite Rotor wird im Prinzip genau so gebaut. Nur die Rotorblätter werden entgegengesetzt schräg gestellt, so dass er den umgekehrten Drehsinn erhält.  Das ist wegen der Drehmomente unbedingt notwendig, um ein glaubwürdig flugfähiges Objekt zu erhalten.

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Auf der Unterseite der Rotoren habe ich zum Abschluss noch mit Profilmaterial „Träger“ eingesetzt – innen geklebt, außen geheftet – um dem Ganzen einen noch etwas technischeren Look zu verleihen.

Um die Rotoren zu komplettieren fehlen jetzt nur noch die Spinner. Die Idee war sofort da: Vorderstücke von Kugelschreibern. Aber ich musste ziemlich lange nach etwas Passendem suchen, bis ich bei einem Textil-Discounter fündig wurde: 4 Kugelschreiber für 1 €! Also gleich zwei Pakete gekauft und zu Hause demontiert. In der Mitte der Spitzen ist leider das Loch für die Mine. Dafür habe ich eine passende Portion Modelliermasse genommen und die fehlende Spitze nachgebildet. Ich habe kräftig gedrückt, so dass einiges davon durch die Öffnung nach innen gelangt ist, und dieses dann mit einem Stäbchen fest gestopft.

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Das Ergebnis ist auf dem ersten Foto zu sehen. Das zweite Bild zeigt den nächsten Arbeitsschritt, ist aber nicht echt. Für ein echtes Bild davon fehlen mir einfach ein paar Hände 😉 Die vorbereiteten Spitzen mit der ausgehärteten(!) Modelliermasse habe ich vorsichtigt in die Bohrmaschine eingespannt (nicht zu fest anziehen!). Dann langsam anlaufen lassen und schauen, ob sie rund laufen (die Platik-Teile, nicht die Modelliermasse). Wenn das so ist, auf mittlere Drehzahl hochstellen und mit einem stabilen Cutter die Spitzen langsam in Form „drechseln“. Das geht erstaunlich schnell und gut. Allerdings sollte man eine „harte“ Modelliermasse verwenden, so wie Magic Sculp oder Milliput. Green Stuff hat dafür eine zu hohe Rest-Elastizität.

Die fertigen Spinner werden dann oben und unten in die Rotoren geklebt. (Dieser hier wurde natürlich noch einmal gespachtelt)

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Jetzt müssen die Rotoren und der Höllendrache zusammen gefügt werden. Da, wie gesagt, das Material nicht geklebt werden kann, die Verbindung aber ziemlich stabil sein muss, habe ich mir einen Trick ausgedacht. Zunächst wird in die Mitte der Seitenfläche genau am Stoß zweier Rotorblätter (weil da Platz ist) ein kleines Loch gebohrt (1,8 – 2 mm). Und jetzt ist die in Teil 1 schon einmal erwähnte Spax-Schraube an der Reihe. Sie hat bei mir die Größe 2,5 * 20 mm und wird jetzt mit einem Schraubendreher in das Loch geschraubt um sich ihr Gewinde zu schneiden. Dann wird sie wieder herausgedreht und mit einem kräftigen Seitenschneider der Kopf abgekniffen. Auf die Spitze kommt ein Tropfen Sekundenkleber und mit einer Zange wird der Schraubenrest wieder eingeschraubt. Dann kommt zur Sicherung noch innen und außen ein Tropfen Sekundenkleber drauf. Der hält zwar nicht am Rotor aber an der Schraube und sichert sie damit.

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Jetzt wird angemischte Modelliermasse mit einem Stäbchen in das Rohr gestopft, mit dem das hinterste Bein des Höllendrachen verlängert wurde – und zwar so viel, dass das Rohr komplett ausgefüllt ist. Und dann wird das abgekniffene Schraubenende dort hinein gedrückt und gedreht, bis die Verbindung dicht anliegt. Herausgequollenes Material nach Geschmack entfernen oder verstreichen. Zum Abschluss wird der Rotor ausgerichtet und bis zur vollständigen Aushärtung mit einer „Dritten Hand“ fixiert. Auf der anderen Seite wird genau so verfahren.

Bleibt noch der Übergang zwischen dem Bein und dem Rotor zu modellieren. Damit ist der Bau des Höllendrachens dann abgeschlossen und es erfolgt die Bemalung.

Zum Abschluss hier noch Bilder von den beiden Exemplaren – eines mit außen-, eines mit innenliegender Technik.

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